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Heide Wroblewski, Quartier am Albgrün in Karlsruhe.

Zum Interview trafen wir uns am 23. November 2017 in Karlsruhe.

 

 
 
Heide Wroblewski

Ich würde gerne anfangen mit Daten und Fakten. Wie viele Häuser habt ihr hier auf dem Gelände gebaut?
Wir haben hier 7 Häuser gebaut.

Wie viele Wohnungen habt ihr?
Das sind 94 Wohnungen. Dann haben wir eine Arztpraxis, eine Praxis für Ergotherapie, eine für Physiotherapie und einen Pflegedienst. Für diese Unternehmen haben wir einen Investor gefunden, weil die nur zur Miete in das sogenannte Gesundheitshaus wollten.

Ihr habt ja unterschiedliche Rechtsformen hier im Projekt, welche sind das?
Wir haben drei Rechtsformen, das ist außergewöhnlich und in Deutschland ein Pilotprojekt. Wir wollten ja erreichen, dass wir ein echtes Mehrgenerationen-Wohnprojekt sind und haben uns deswegen überlegt, wie kriegen wir die Leute dazu zusammen. Deswegen haben wir Eigentumswohnungen angeboten, haben extra eine Wohnbaugenossenschaft gegründet, und die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die Volkswohnung, stand natürlich für die Errichtung von Mietwohnungen.

Das ist ja ein ehrgeiziges Unterfangen, dass ein einziges Projekt sich traut, alle drei Rechtsformen zu verwirklichen. Das habe ich so noch nie gehört.
Und es ist extrem kompliziert. Also wir haben ja keine Parkplätze für Autos und auch keine Fahrradhäuschen auf dem Gelände haben wollen, das ist alles unterirdisch, und das berührt unterschiedliche Grundstücke, die den einzelnen Häusern zugeordnet sind, und das alles vertraglich und notariell abzustimmen, also das würden wir so nicht nochmal machen wollen.

Habe ich es richtig verstanden, dass ihr die unterschiedlichen Rechtsformen gewählt habt, weil ihr davon ausgegangen seid, dass die eine Rechtsform für die einen und die andere für die anderen attraktiver ist?
Ja. Genau.

Für wen ist denn die Eigentümer-Rechtsform attraktiv gewesen?
Für die jungen Familien.

Und die Genossenschaft?
Das ist so die mittlere Altersstufe. Wir sind davon ausgegangen, dass die Genossenschaft etwas für Menschen ist, die besonders sozial eingestellt sind, weil sie ja ein gemeinschaftliches Eigentum haben und es kein Eigentumsrecht an der einzelnen Wohnung gibt. Und es ist in der heutigen Zeit, in der man seine Arbeitsstelle nicht unbedingt am Wohnort findet, sondern für einen neuen Arbeitsplatz oft die Stadt wechseln muss, da ist es sehr viel einfacher, aus einer Genossenschaftswohnung auszuziehen und das Geld wieder eins zu eins aus der Genossenschaft rauszuziehen, als eine Eigentumswohnung zu verkaufen. Im Moment ist die Situation ja gut, aber es hat durchaus Zeiten gegeben, in denen man Eigentumswohnungen nur mit großem Verlust verkaufen konnte.

Und welche Gruppe hat sich besonders für das Mietmodell interessiert?
Das waren überwiegend Leute, die schon älter waren, und später sind auch junge Familien dazu gekommen.

 


Es sind durchschnittlich jeden Monat um die 20, 30 oder 40 Leute gekommen, die sich für das Wohnprojekt interessiert haben.


Das Interview in voller Länge finden Sie im Buch :
Ab ins Wohnprojekt! Wohnträume werden Wirklichkeit
   
   
 
   

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