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Uli und Christel Binder, Initiatoren des Gemeinschaftlichen Wohnprojekts ALTERnatives Wohnen Erftstadt e.V.

Zum Interview trafen wir uns am 18. August 2017 in Erftstadt-Lechenich.

 

 
   


 
Uli und Christel Binder

Vorige Woche habe ich die Projektentwicklerin Lisa Hugger interviewt.
U.B.
Frau Hugger hat ja bei uns auch als Geburtshelferin mitgewirkt. Sie hat damals, vor 11 Jahren, beim Ministerium in Düsseldorf einen Antrag gestellt, damit wir einen Etat zur Verfügung gestellt bekommen, um mit ihrer Unterstützung das Konzept entwickeln zu können.

In welcher Phase war das? Waren Sie damals schon eine Gruppe?
U.B.
Im Prinzip schon. Da gab es schon eine Interessentengruppe. Wir hatten damals dieses konkrete Grundstück in Liblar, das war unser Einstieg. Wir hatten Kontakt zu der Eigentümerin und hatten versucht, das Grundstück zu erwerben, was am Ende aber nicht geklappt hat. Ich hatte zu der Zeit auch schon einen Plan gemacht, einen ersten Entwurf, und auf der Basis hat sich auch die Gruppe getroffen.

Sie, als Architekt, sind der Initiator des Projekts. Und Sie, als seine Frau…
Ch.B.
… ich unterstütze, und ich lebe das jetzt. Er ist der Ideengeber. Ich war insofern immer aktiv dabei, da ich immer fürs Praktische bin. Mein Mann ist der Ideengeber gewesen, und in der Umsetzung bin dann ich gefragt.

Was war Ihr Impuls für dieses Wohnprojekt?
Ch.B.
Der erste Impuls war, dass wir mit Freunden etwas zusammen machen wollten.

U.B. Die Beschäftigung mit dem Thema ist schon viel länger gewesen. Aus verschiedenen Aspekten heraus. Wohnen und Leben im Alter war immer schon ein Thema gewesen. Und es hat sich vor ungefähr 15 Jahren konkretisiert. Meine erste Begegnung mit dem Thema hatte ich schon mit 35, im Büro in Leverkusen, wo ich damals gearbeitet habe. Da hatten wir immer wieder auch mit Projekten zu tun, wie Altenheime entwerfen, und wir haben dabei die gesellschaftlichen Unterschiede kennen gelernt zwischen den Investierenden und denen, die dann dort wohnen und leben sollen. Also hier sparen und dort sollte ein würdiges Leben stattfinden können. Da gab es immer, so finde ich, Diskrepanzen. Ich habe mich damals auch immer mit gesellschaftlichen Randgruppen beschäftigt, und die Alten gehörten damals auch eher zu diesen Randgruppen. Ich bezeichne mich immer noch als Alt-68er, der damals sozialisiert und politisiert wurde und wir die Augen und Ohren offen hatten, gerade für solche Randgruppen.

In den 68er Jahren haben wir ja auch gelernt, wie Selbstermächtigung geht und dass man loslegen kann…
U.B. … ja, nicht zu warten bis von oben etwas getan wird… aus meiner Biografie ist das schon ein Stück weit abzulesen. Das ist auch in verschiedene Projekte gemündet, und das hier ist jetzt das letzte. Es war schon ein großer Kraftakt, das alles auf die Beine zu stellen, und jetzt ist es, denke ich, gut.

Seit wann wohnen Sie jetzt hier?
Ch.B.
Seit 5 Jahren, am 3. Oktober 2012 war die Eröffnung.

Wie viele Wohnungen sind hier im Haus?
U.B.
14.

Und wie viele Menschen wohnen hier?
U.B.
21.

Und wie ist die Altersspanne?
U.B.
Von Ende 50 bis 94.

Und die Aufteilung Paare und Alleinlebende?
Ch.B.
Halb halb.

Und wie ist die Konstellation was Eigentümer und Mieter angeht?
U.B.
Auch etwa halbe halbe. Fast die Hälfte sind Investoren, die nicht selber einziehen wollen, sondern vermieten.


Der Bauträger wurde dann etwas unsicher, weil eben einige aus der Gruppe sich nicht entscheiden konnten. (U.B.)

Das Interview in voller Länge finden Sie im Buch :
Ab ins Wohnprojekt! Wohnträume werden Wirklichkeit
   
 
   

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